Wie stelle ich Fichtenwipferl, Föhren oder Spitzwegerich Sirup selbst her?
Ich gebe Spitzwegerich, Föhrenwipferl oder Fichtenwipferl, die nicht feucht, sondern trocken sind, in ein Schraubglas und stopfe es so voll wie möglich mit den Pflanzen. Danach leere ich die entsprechende süße Flüssigkeit darüber. Es kommt so viel Honig oder Agavendicksaft oder Ahornsirup dazu, bis die gesamten Pflanzen bedeckt sind.
Anschließend verschließt du das Glas und schaust alle paar Tage nach, ob sich kein Kondenswasser am Deckel bildet (das könnte Schimmel verursachen) und wischt die vorhanden Wassertropfen mit Küchenrolle vom Deckel ab. Nach 10-14 Tagen Lagerung in der Sonne (in der Wiese oder am Fensterbrett) ist der Sirup fertig und du kannst ihn abseihen, in kleine davor ausgekochte Glasgefäße füllen, beschriften und einlagern. Wenn du sauber arbeitest ist ein Erhitzen nicht notwendig. Falls du dir unsicher bist, kannst du den Sirup auch leicht erhitzen und warm in die Lagergefäße füllen.
Den Hut ziehe ich
im Monat Mai auch vor dem blühenden Holunder. Der schwarze Holunder, Holderbuschen oder Sambucus nigra lässt sich gar prächtig als erfrischendes Kräuterwasser (einfach ein paar Minuten die Blütendolden im Wasser stehen lassen), für alle die es warm mögen als Holunderblütentee mit Zitronensaft oder als Sirup frisch beziehugsweise eingemacht genießen.
Selbstverständlich gibt es noch weitere Köstlichkeiten, die sich aus den weißen Blüten der Erdgöttin Frau Holle zugehörigen Strauches zubereiten lassen: Holunderblüten in Palatschinken, Holunderblüten und Mädesüßblätter in Schlagobers als Dessert, Holunderblüten in Polenta mit Datteln gesüßt als Nachtisch oder wie wäre es mit ein paar Blüten ins Frühstücksmüsli?
Die rosa Kuckuckslichtnelke blüht gerade in den Wiesen. Sie ist nicht nur eine Augenweide, sondern verschönert deinen weißen Aufstrich oder dein Butterbrot in der Farbe Pink. Hie und da soll es sogar in Österreich noch Bären geben … zumindest findest du in fast jeder Wiese den Bärenklau. Doch Vorsicht ist geboten! Der eingewanderte Riesenbärenklau aus Asien kann in Kombination mit viel Sonne zu einem juckenden Hautausschlag führen. Deshalb empfehle ich bei dessen Ernte lange Kleidung und Handschuhe zu tragen. Der Ausschlag mit Verbrennungen bis zu 2. Grades kann auch erst nach 1 Woche auftreten. Die Blätter und Stängel des heimischen und auch des Riesenbärenklaus schmecken vorzüglich gedünstet.
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Ing. Sandra Trummer
